Portrait einer ungewöhnlichen Frau

Portrait einer ungewöhnlichen Frau - geschrieben von Marion Lindhof  (www.word-power.de)

Bericht vom 01.12.2016 in der Onlinezeitung www.weser-ith-news.de

Ein kleines Stück ihres Lebens durfte ich sie begleiten. Vor ungefähr 13 Jahren lernte ich sie das erste Mal auf dem Hundeplatz kennen.

Sie war Hundetrainerin – später auch meine Trainerin. Ich wusste anfangs nicht viel über sie, doch langsam kamen wir ins Gespräch.Sie beschäftigte sich mit der geistigen Welt und erzählte mir, dass sie Reiki ausübe. Sie war eine strenge Hundetrainerin und trainierte uns mit Leidenschaft. Was sie sagte, hatte Hand und Fuß und ihre Tipps zeigten sogar bei meinen beiden Beagles Wirkung. Zum Training brachte sie stets ihre blinde Border Collie Hündin mit.

Fly galoppierte als erstes immer bellend den Hundeplatz ab, um die Grenzen zu checken. Melanie erklärte uns, warum sie das tat. Durch das Bellen erhielt sie ein Echo vom Zaun und wusste so genau, bis wohin sie laufen konnte, ohne anzuecken. Fly konnte alles und wahrscheinlich noch viel mehr als Hunde mit gesunden Augen. Sie beherrschte Dogdance, viele Tricks und konnte Schafe hüten. Ihr Grundgehorsam war enorm. Melanie und sie bildeten eine besondere Einheit, die auf Vertrauen und großer Liebe basierte.

Später zog sich Melanie aus dem Hundetraining zurück und ich verlor sie für einige Zeit aus den Augen. Sie konzentrierte sich auf ihren Hundesalon. Das Frisieren und Scheren von Hunden war ihre neue Welt und die Geschäfte liefen nach anfänglichen Schwierigkeiten sehr gut. Sie beherrschte ihr Handwerk wie kein anderer und die Kunden strömten sogar aus weiter Ferne in ihren kleinen Salon. Sie hatte sich in der Hundeszene einen Namen erarbeitet; sogar einen sehr guten Namen. Ab und zu fuhr ich auch zu ihr, um den ein oder anderen Hund frisieren zu lassen.

Wir kamen erneut ins Gespräch. Natürlich unterhielten wir uns viel über Hunde aber auch über viele private Geschichten. Oft hatte sie wertvolle Tipps für mich. Sie sah die Welt aus einer besonderen Perspektive und betrachtete Gegebenheiten immer von mehreren Seiten. Sie war frei und verkündete ihre Botschaften ebenso.

Es war ihr schon immer egal, was andere von ihr halten. Sie redete niemanden nach dem Munde und so kam es, dass viele ihrer Hundekunden bald zu ihr kamen, um Gratislektionen über das Leben im Allgemeinen und im Kleinen zu erhalten. Ich erfuhr später, dass sie sich ständig weiterbildete. Sie stand schon als Kind mit der geistigen Welt in Kontakt und baute diese Gabe nach und nach groß aus. Sie sagt, dass sie mit den Engeln redet. Sie spricht mit ihnen und legt ihre ganz persönlichen Wünsche, Sorgen und Nöte in deren Hände.

Jeden Tag ist sie mit ihren Hunden draußen in der Natur. Sie läuft mit Vorliebe im Wald und trifft dort auf Naturwesen, Feen und Trolle. Mit den Bäumen redet sie, wie mit einem guten Freund. Manchmal hockt sie stundenlang an ihren Lieblingsbaum gelehnt und lässt ihren Gedanken freien Lauf. Wenn es besonders windstill ist und sich eigentlich kein Blättchen regt, dann kann sie sie sehen. Plötzlich raschelt es und knistert. Sträucher schwanken und Ästchen wackeln. Dann weiß sie, dass sie nicht allein ist und die Naturwesen um sie herum sind und ihr zuhören. In der Stille bekommt sie Antworten auf ihre Fragen.

Die Engel haben ihr schon viele Wünsche erfüllt. Sie ist dankbar und demütig dafür. Einmal sagte sie zu mir, dass sie nicht viel zum Leben braucht. Sie führt einen minimalistischen Lebensstil und kann ihre Besitztümer jederzeit in einem einzigen Koffer verstauen und verschwinden. Vielleicht wird sie das auch eines Tages tun. Sie schwärmt vom Meer und von Irland.

Ihr Geldbeutel ist immer soweit gefüllt, dass sie alle anfallenden Kosten bewältigen kann. Doch ab und zu herrscht Leere im Kühlschrank. Es stört sie nicht und sie ernährt sich von Kartoffeln und Zwiebeln, bis wieder ein wenig mehr Geld zur Verfügung steht. Insgeheim träumt sie jedoch vom großen Durchbruch.

Im Sommer dieses Jahres brachte sie ihr erstes Buch im Selbstverlag auf den Markt. Der Absatz war so gut, dass sie innerhalb von 2 Wochen alle Unkosten gedeckt hatte. Zurzeit stockt es ein wenig, doch auch das hat sie in die Hände der Engel gelegt und vertraut darauf, dass sich alles zum Guten wenden wird. 

Ihre Botschaften aus der geistigen Welt möchte sie einer breiten Masse zugänglich machen. Sie ist überzeugt davon, dass jeder den Schlüssel zum Frieden und der Liebe in sich trägt. Auf Ihrer Homepage schreibt sie, dass jeder Krieg gegen andere, stets ein Krieg gegen sich selbst ist. Ich zitiere sie nun einfach mal, weil ich es in meinen eigenen Worten nicht besser ausdrücken könnte: „Zwischen Himmel und Erde gibt es mehr, als wir mit unserem bloßen Auge sehen können. Schau in Dein Herz und entdecke die faszinierenden Geheimnisse Deiner inneren Welt, damit Du die Liebe, den Frieden und die Freiheit, die jeder Mensch in sich trägt, fühlen kannst. Denn erst wenn jeder Einzelne seine eigenen Gefühle heilt und diese Liebe in sich spürt, hören die Kriege im Außen auf.“

Nicht nur sie selbst ist überzeugt von ihren Botschaften. Alle, die ihr Buch gelesen haben, berichteten, dass sich danach ihr Leben zum positiven geändert hätte. Sie wussten plötzlich, welchen Weg sie einschlagen mussten. Das Buch hat etwas Magisches. Wenn man mit Melanie spricht, weiß und hofft man, dass sie recht hat. Sie sprüht vor Lebensenergie und Lebensmut. Wunder passieren, wenn wir sie nur zulassen.

Ich wünsche ihr, dass ihr großer Traum in Erfüllung geht und dass sich viele Menschen ihre Botschaft zu Herzen nehmen, damit unsere Welt gesunden kann.

Marion Lindhof

 

 

 

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